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Urteilssammlung zum Wohnwert und Wohnvorteil

Was ist der Wohnwert?

Wer in einer eigenen Immobilie wohnt, z.B. in einer Eigentumswohnung oder in einem Eigenheim, muss sich den ortsüblichen Mietwert einer vergleichbaren angemessenen Wohneinheit als zusätzliches Einkommen anrechnen lassen, wodurch sich das Nettoeinkommen der betreffenden Person erhöht. Bei der Angemessenheit gibt es jedoch einiges zu beachten, z. B. die maximale Größe einer Wohneinheit pro Person und das Einkommen. Wer also zu viel Wohnfläche hat, könnte unangemessen wohnen. Der Wohnwert beziffert also den wirtschaftlichen Vorteil, aufgrund fehlender Mietaufwendungen, der durch eine angemessene Vergleichsmiete ermittelt wird.

Was ist der Wohnvorteil?

Ist der Wohnwert ermittelt, wird somit der wirtschaftliche Wohnvorteil dargestellt. Dieser kann jedoch noch beeinflusst werden, z. B. durch bestehende Zins- und Tilgungsverpflichtungen. Aber auch bei der Anrechnung von Altersvorsorgebeiträge. Je nach Situation könnte somit eine Einkommenserhöhung oder Reduzierung der Altersvorsorgebeiträge bedeuten. Der wirtschaftliche Wohnvorteil kann sich also durch einige Parameter zum angemessenen Wohnwert noch verändern.

OLG Ffm am 23.08.1999; AZ: 1 UF 106/99      mehr pdf
Was ist der ojektiver Wohnwert, wenn Fremdvermietung möglich ist?


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